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Naturnaher Umgang mit Niederschlagswasser

Die Bundesrepublik Deutschland hat sich im Jahr 1992 in Rio zusammen mit 170 weiteren Staaten in einer Konvention, der sog. AGENDA 21, dazu verpflichtet, die Prinzipien einer nachhaltigen, dauerhaften umweltgerechten Entwicklung zu beachten und zu verfolgen. Dieses auf Zukunftsfähigkeit ausgerichtete Denken bestimmt zunehmend unser Wirtschaften und Handeln. Wir brauchen insbesondere auch im Bereich der Wasserwirtschaft Lösungen, die ökologische, ökonomische und soziale Belange gleichermaßen berücksichtigen und in Einklang bringen. Ein wichtiges Ziel der Umweltpolitik ist es daher den Schutz und die ganzheitliche Bewirtschaftung der Gewässer als Bestandteil des Naturhaushaltes sicherzustellen.

Ein wichtiger Teilbereich des Gewässerschutzes ist der bewusste Umgang mit dem Niederschlagswasser. Die ökologischen und ökonomischen Nachteile der Ableitung von Niederschlagswasser zusammen mit behandlungsbedürftigem Schmutzwasser in sogenannten Mischwassersystemen treten heute vielerorts immer deutlicher zu Tage. Die Versickerung bzw. Verdunstung von Niederschlagswasser orientiert sich hingegen an den natürlichen Stoffkreisläufen. Nachdem viele Gemeinden auch die Vorteile zur Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität ihrer Bürgerinnen und Bürger erkannt haben, findet bereits seit Mitte der 80er Jahre der naturnahe Umgang mit dem Niederschlagswasser in konkreten Bauprojekten vermehrt Berücksichtigung. Um diese Entwicklung zu unterstützen und zu forcieren, wurden die allgemeinen Grundsätze des Wasserhaushaltsgesetzes und des rheinland-pfälzischen Landeswassergesetzes im Jahre 1995 ergänzt: sie enthalten nun konkrete Ausführungen zum Umgang mit dem Niederschlagswasser.

Mit dem Begriff „Niederschlagswasserbewirtschaftung“ werden häufig teure technische Versickerungsanlagen in Verbindung gebracht. Die von der Landesregierung Rheinland-Pfalz vertretene und geförderte Konzeption führt hingegen zu einfachen, naturnahen Lösungen. Die drei zentralen Bausteine des rheinland-pfälzischen Stufenmodells lauten:
 

dezentrales Zurückhalten

 Verdunsten und Versickern von Niederschlagswasser

 sowie verzögertes Ableiten, zentrales Rückhalten und Versickern bzw. Verdunsten


Ziel dieser Konzeption ist es, die Niederschlagswasserbewirtschaftung mit einem in Bezug auf die jeweiligen örtlichen und natürlichen Rahmenbedingungen vertretbaren Aufwand zu ermöglichen.

In jedem Einzelfall gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Umsetzung einer ökologischen Niederschlagswasserbewirtschaffung. Durch die Kombination verschiedenster Einzelmaßnahmen, die sich aus den genannten drei Bausteinen ableiten, entstehen individuell angepasste, moderne Entwässerungskonzepte.
 



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