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Gewerbepark „Im Brämacker“ bei Mayen

mit viel Grün dank naturnaher Niederschlagswasserbewirtschaftung

 

Umgang mit dem Niederschlagswasser:

Um zu gewährleisten, dass möglichst viel Niederschlagswasser direkt auf den einzelnen Grundstücken des Gewerbeparks zurückgehalten wird, dürfen nur jeweils 80 Prozent der Flächen bebaut bzw. versiegelt werden. 20 Prozent der Gewerbeflächen sind als Grünflächen zu gestalten und dienen z. B. durch die Einleitung von Niederschlagswasser in Rasenmulden oder Pflanzflächen der dezentralen Verdunstung und Versickerung des anfallenden Niederschlagswassers.

Das überschüssige Niederschlagswasser der Gewerbegrundstücke sowie der Straßen und Wege innerhalb des Gewerbeparks wird offenen Rasenmulden zugeführt und dem am Baugebiet angelegten Becken zugeleitet. Dieses als Feuchtbiotop ausgestaltete große Auffangbecken zur zentralen Verdunstung und Versickerung des anfallenden Niederschlagswassers hat ein Rückhaltevolumen von etwa 4.800 m³.
Jedes Gewerbegrundstück ist an das Entwässerungssystem angeschlossen: Das überschüssige Niederschlagswasser fließt über eine Böschung in die entsprechende Rasenmulde ab. Aufgrund der teilweise zu erwartenden beträchtlichen Wassermengen aus großen Dach- und Parkplatzflächen sind alle Überläufe mit einer Naturstein-Schüttung aus Basaltblöcken gegen Erosion gesichert. Die Rasenmulden verlaufen parallel der Straßen und kreuzen jeweils mit einem Rohrdurchlass die Grundstückszufahrten.

Die Gesamtlänge der Rasenmulden beträgt ca. 1.650 m, davon sind 650 m mit Wasserbausteinen befestigt. Für Kreuzungen und Querungen wurden 350 m Regenwasserkanal verlegt. Alle Maßnahmen zur naturnahen Niederschlagswasserbewirtschaftung haben gemeinsam einen durchaus geplanten Nebeneffekt: Die Grünflächen, mit Natursteinen gestalteten Böschungen, Rasenmulden und nicht zuletzt das große Feuchtbiotop verleihen dem Gewerbepark „Im Brämacker“ ein sehr abwechslungsreiches und auch „grünes“ Gesicht. Das Muldensystem und der Bereich des zentralen Beckens wurden von der Landespflegebehörde folglich auch als Ausgleichs- und Ersatzflächen anerkannt.
 


1. Mulde zwischen Fahrbahn und Grundstücken

  
Links: 2. Der zentrale Sicker - und Retentionsteich
Rechts: 3. Drei Rohrdurchlässe durchqueren eine Grundstückszufahrt

  
Links: 4. PVC-Rohr zum Anschluss der Straßenabläufe an die Mulde
Rechts: 5. Grundstücksanschluss an straßenbegleitende Mulde
 

Konzeption: Offene Niederschlagswasserableitung über Rasenmulden zentrale Verdunstung/Versickerung über ein großes Feuchtbiotop am Rande des Baugebiets
Städtebauliche Bedingungen: Gewerbepark 25 ha
Geologie:

Lösslehm, verwitterter Tonschiefer

Baukosten:

Oberflächenentwässerung 750.000,- DM

Bauherr:

Stadt Mayen

Realisierung:

1996-1997

Planung:

ARSARDIS ASAL, MAYEN


 


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